Sippenämter

Die Sippenämter – Wozu brauchen wir Sippenämter?

Die Sippenämter wurden geschaffen, um jeden Jugen oder Mädchen einen eigenen Arbeitsbereich zu geben, für den er oder sie voll verantwortlich ist. Indem ein Jugendlicher lernt, die Aufgabe in seinem Bereich zu meistern, schult er sein Denken und lernt planmäßig zu Handeln. Dabei entwickelt er normalerweise ->Verantwortungsbewußtsein und trägt auf diese Weise zur positiven Bildung eines Charakters bei…

Der Kassenwart

  • – die Sippenkasse zu verwalten.
  • – alle ein und ausgehenden Beträge notieren statt „Gehirnbuchhaltun“
  • – absolute Klarheit und Offenheit – Vertrauen schaffen
  • – Kassenbuch – alles Belege wie Quittungen oder einkleben
  • – regelmäßige Sippenbeiträge (z.B. 5,- € im Monat) – für ein neues Beil, Bastelkrams oder die Sippe mal Eisessen gehen will
  • – guten Überblick

Der Materialwart

  • – ist Hüter und Behüter des Materials
  • – sorgt für den richtigen Materialtransport, die richitge Lagerung,
  • – die rechtzeitige Reperatur
  • – das von dem benötigte genügend vorhanden ist bzw. besorgt und eingepackt wird.
  • – selbst große Stämme wie der Stamm Parzival hatten mal Engpässe mit den Zeltmaterial, weil der Stamm zwar an die elf Jurten besaß, aber so gut wie keine mal komplett oder sich in einem ausreichend repariereten Zustand befand. Deshalb ist es wichtig, daß man sich rechtzeitig um solche Dinge bemüht, und nicht erst fünft Minuten vor der Fahrt feststellen muß, das die Kothenblätter defekte Ösen haben.
  • – Wichtig Instandsetzungen auch gleich nach der Fahrt vornehmen z.B. Bahnen ausbürsten und zum trocknen aufhängen
  • – ständige Materilapflege: Beile neu aufstielen, schärfen der Werkzeuge am Schraubstock oder pullieren der Petrolampengläser

Der Koch

  • – Kochen
  • – Aufstellung eines Verpflegungplanes,
  • – die Finanz- und Mengenkalkulation
  • – Anforderung des Küchenmaterials (oder doch am besten selbst einpacken, gelle)
  • – Organisation des Einkaufs bzw. des Lebensmitteltransportes.
  • – auf Hygiene achten. – Feuerstelle – Kochtisch – Müllständer

Der Chronist

  • Die Chronik ist das Aushängeschild einer guten Sippe. In ihr spiegeln sich Aktivitäten und Leistungsfähigkeit sowie der Stil einer Sippe wieder.
  • – Chronik festen Einband
  • – Gestaltung mit Leder, Stoff oder Bastmatten
  • – Die Chronik ist bewußt subjektiv, d.h. die Wertung des Schreibers fließt deutlich mit ein.
  • – Empfindungen und Erlebnisse oder auch der dumme Spruch des Tages
  • – eine abenteuerliche Ausschmückung schadet da nie
  • – keine bloße Aneinanderreihung von nüchternen Texten – Einheit aus Malereien und Gedichten
  • – Jeder Sipperling kann dort etwas über eine Fahrt, einer Gruppenstunde oder der Gruppe selber schreiben oder malen.
  • – persönliche Stimmung
  • – Chronik immer im Gepäck
  • – nötigen Utensilien dabei, wie z.B. Blei- und Bundtstifte, Kugelschreiber, Schere, Kleber, Radiergummi, Federhalter mit Zeichen- oder Schreibfeder und Tusche
  • – so verstauen – bei jeder sich bietenden Gelegenheit jederzeit etwas in die Chronik schreiben können

Der Feuerwart

  • – für das Feuer verantwortlich
  • – kennt die Feuerschutzbestimmungen,
  • – kennt die Feuerarten
  • – weiß, welches Holz am besten brennt
  • – kümmert sich darum, daß immer genügend Holz da ist und trocken gelagert wird
  • – Er ist sicherlich nicht der, der alleine das Holz holt. Das Feuer in der Kothe bringt der gesamten Sippe die gehagliche Wärme, so ist das Holzholen eine Selbstverständlichkeit für jenden Sipperling.
  • – Gerade beim Kochen oder vorm Anbrechen der Nacht sollte darauf geachtet werden, daß auch ausreichend Holz vorhanden ist,
  • – Der Feuerwart gibt sein Wissen auch weiter, er bringt Neulingen der Fertigkeiten des Feuermachens bei
  • – Neben der allgemeinen Holzkunde über Bäume und deren Blätter sollte sich jener auch mit den verschiedenen Feuerarten und Aufbauten bzw. dessen jeweiligen Sinn, Zweck und Vorteil vertraut machen, vom richtigen anlegen der Stelle, dem entfachen des Feuers und dem pfadfindergemäßen hinterlassen einer Feuerstelle einmal ganz zu schweigen.

Der Singerunden- und Spieleleiter

  • – Durchführung von Singerunden, Heim- oder Jurtenabende
  • – kennt die gängisten Spiele
  • – führt vielleicht sogar die Grundbegriffe des Volkstanzes in die Gruppe ein
  • – koordiniert und plant Kleinkunstwettbewerbvorbereitungen
  • – sowie Spielenachmittage im Rahmen von Öffentlichkeitsakionen.
  • – Er besorgt benötigte Spielmaterialien,
  • – spielt bestenfalls ein Instrument z.B. Gitarre oder „besorgt“
  • – Spielekartei anlegen
  • – Sippenliederbuch oder Stammesliederbuch
  • – kümmert sich in Absprache mit dem Sippenführung um Kartenbeschaffung, Organisation und Anfahrt bei gemeinsamen Theater- oder Kinobesuchen.
  • – Er hilft dem Sippenführer beim besorgen von Filmvorführungsgeräten oder auch Diaprojektoren (beispielsweise zur Verwendung bei einem Videoabend oder einen Elternabend, auf dem die Dias einer letzten Großfahrt vorgeführt werden…).

Der Wimpelwart

  • – Wimpelwart hat den Wimpel bei allen Veranstaltugnen der Sippe dabei.
  • – Für den Wimpel ist natürlich die gesamt Sippe verantwortlich, wenn er geklaut wird, ist schließlich auch die Ehre der gesamten Sippe verletzt
  • – Auszeichung für einen Sipperling – den Wimpel tragen zu dürfen.
  • – Obwohl bei vielen Sippen es sich eingebürgert hat, daß der jüngste jenen Stab „mitschleppen“ muß, kann das tragen auf der Wanderung auch gerecht aufgeteilt werden. Aber am besten sollte das schon einer machen, der etwas länger dabei ist, somit auf alle Fälle etwas mit den Traditionen verbindet
  • – kennt Geflogenheiten und Traditionene der Sippe
  • – für den Bau eines Fahnenmastes verantwortlich
  • – gestaltet in Absprache mit dem Sippenführer die Morgen- und Abendrunde

Der Sanitäter

  • – verwaltet den Verbandskasten.
  • – sorgt dafür, daß dieser immer vollständig aufgefüllt ist.
  • – ErsteHilfeUtensilien dabei haben z.B. auf Wanderungen
  • – in Sachen Erste Hilfe geübt fühlen
  • – Funktion ggf. durch Materialwart oder Sippenführer

Am günstigen ist es, man würde sich mit der gesamten Sippe zusammensetzen und gemeinsam nach Fähigkeiten, Interesse und Wünschen die Ämter einteilen. Auf diese Weise erfährt jeder, wer für was verantwortlich ist .Außerdem kann so jeder gleich auch eine grobe Einweisung der anderen Aufgaben erfahren und diese ggf. später einmal übernehmen. Vor allem kann auf die allgemeine Verantwortung verwiesen werden, daß sich die ganze Sippe um Dinge wie Feuerholz suchen und auf den Wimpel achten kümmert, damit nicht falsche Vorstellungen die Runde machen und später doch einer alleine den Job erledigen muß.

In einem Stamm würde es sich anbieten, wenn alle Amtsträger einmal zu einem entsprechenden Seminar eingeladen werden, wo man gemeinsam sich in Dingen wie Materilapflege oder Kochen auf dem Feuer übt und ggf. austauscht.

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