Pädagogische Konzeption

Pfadfinden ist „Erziehung fürs Leben“. Die Pfadfinderbewegung sieht ihre Aufgabe darin, zusammen mit Schule, Elternhaus und anderen Erziehungsträgern jungen Menschen zu helfen, sich in der Gesellschaft einzufinden, Selbsterkenntnis zu entwickeln und die Welt rundherum zu entdecken und kennenzulernen. In diesem Pfadfinderverband werden pädagogische Ideen, langjährige Erfahrungen, zeitgemäße Jugendarbeitsformen aber auch Traditionen und die daraus resultierende Methoden angewand, um den Mitgliedern zu ermöglichen, sich als Person in unserer Gesellschaft zu verwirklichen, sich sozial zu engagieren, eigene politische Meinungen zu entwickeln, zu lernen, mit anderen umzugehen und zu leben, tolerant und hilfsbereit zu sein, sich rücksichtsvoll zu verhalten. Darüber hinaus ist Pfadfinderei, sich musischkulturell, handwerklich-technisch, sportlich und spielerisch zu betätigen, lernen mit und in der Natur leben zu können, sich mit der gesellschaftlichen Umwelt auseinanderzusetzen und einfach auf Fahrten und Lagern Spaß zu haben und seine Fähigkeiten entfalten zu können. Im „learning by doing“ – Prinzip lernt man etwas und gibt es auf Fahrten oder Gruppenstunden an andere weiter oder tauscht sich, auch auf internationalen Begegnungen, aus. Mit Menschen aller Nationen, Kulturen und Religionen zusammenzuleben ist ein wichtiger erzieherischer Bestandteil des Pfadfindertums. Um diese Ziele zu erreichen, werden in der Pfadfinderarbeit altersbezogene Methoden angewandt, wobei Hilfsbereitschaft und Freundschaft die Grundlage jeglicher Gruppenarbeit sind.

Die Altersstufen

In der Wölflingsstufe (6 – 12 jährige) steht das Spiel im Mittelpunkt der Jugendarbeit und ist in einer Rahmengeschichte, dem Dschungelbuch von Rudyard Kipling, eingebunden, um Phantasie im Denken und Handeln, soziales Lernen und Körperbeherrschung zu entwickeln.

In der Pfadfinderstufe (12 – 16 jährige) steht das Fördern von Selbständigkeit und Verantwortung durch Erfahrungen, die sie in den Kleingruppen, den Sippen (-> Kleingruppensystem von Lord Baden Powell, Kapitel 1.1.5), und in den Wechselbeziehungen zu großeren Gruppen, wie Trupp/Gilde, Stamm und Bund, sammeln und austauschen. In der Sippe müssen die Sippenmitglieder lernen, mit den anderen Sipperlingen auszukommen und mit ihnen gemeinsam Schwierigkeiten auf Fahrten und Gruppenstunden zu meistern.

In der Ranger/Roverstufe (ab 16 J.) werden Aktivitäten selbständig gestaltet und man befaßt sich mit politisch-gesellschaftlichen und ökologischen Fragestellungen oder selbstentwickelten Projekten und Jugendarbeiten.

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