Das Geländespiel

Ein Geländespiel ist ein Spiel außerhalb des Hauses, in dem in kooperativen oder gegnerischen Gruppen oder Mannschaften ein Ziel erreicht wird, welches in eine passende Rahmengeschichte eingebaut ist. Sich Verstecken, die gegnerische Mannschaft überfallen, Lebensbänder, Informationen oder einen Schatz zu erbeuten sind meist wesentliche Bestandteile eines solchen Großgruppenspiels.

Findet das Geländespiel z.B. auf einem Lager statt, wäre es sinnvoll, dass das Thema der G-Spiels dem Fahrtenthema entspricht – dies würde das Gesamtthema der Fahrt/des Lagers unterstreichen und die Situation vereinfachen, sich in eine Spielidee hinein zu versetzen und diese auch „auszuleben“. Die Rahmengeschichte kann auch in einem LZP vorbereitete werden, wenn auf mehreren Gruppenstunden zum Thema Vorbereitungen, wie z.B. Verkleidung bauen, laufen.

Hierbei sollte das spielerische Moment im Vordergrund stehen, daneben auch das Erreichen von Lernzielen, wie Kooperation, Kreativität und Flexibilität. Die Spannung und der Hauch von Abenteuer sind es, die ein solches Spiel für alle Teilnehmer/innen interessant macht. Aus diesem Grund ist auch bei einem Geländespiel ein Spannungsbogen notwendig. Dies wird durch die Spielhandlung ermöglicht. Ein Geländespiel sollte einen Höhepunkt und eine nachvollziehbare und für alle Gruppen gerechte Abschlussaktion haben, dabei ist es wichtig, den Spielablauf unbedingt aufrecht zu erhalten. Manchmal ist es von Nöten, während des Spiels den Spielablauf durch Sondercharaktere zu improvisieren, damit das Spiel nicht zu einem großem Flop wird.

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Bei der Planung eines Geländespiels sind zunächst Rahmenbedingungen zu beachten. Diese sind:

  • Anzahl,
  • Alter und
  • Geschlecht der Teilnehmer,
  • der zur Verfügung stehende Zeitraum (Truppstunde oder G-Spiel auf Fahrt über Nacht)
  • und das Gelände.

Ein Gelände kann dafür fast überall sein, ein Feld, ein Wald oder ein Stadtviertel bei einem Stadtspiel. Die Rahmengeschichte oder das G-Spiel-Thema sollte sich mit dem ausgewählten Gelände vereinbaren. Bei der Wahl des Geländes müssen die Risiken bedacht und Gefährliche Stellen wie Eisenbahnschienen oder Felsgelände ausgelassen werden. Das Spielfeld sollte am besten klar ersichtbare Spielfeldgrenzen haben (wie z.B. ein Waldweg oder ein Graben). Spielfeldunterteilungen wie Lager oder eine neutrale Zone sollten deutlich gekennzeichnet werden (z.B. durch „Flatterbänder“ aus alten bunten Stoffen o.ä. – nach dem Spiel natürlich wieder einsammeln…).

Hat man ein Thema oder eine tolle Rahmengeschichte, so sollte man beim Planen des Spielinhaltes beachten, dass die Regeln und die Spielhandlung für jeden verständlich sind. Ein Geländespiel kann sich aus einem oder mehreren Elementen zusammensetzen. Diese können z.B. das Erlangen eines Gegenstandes (Schatz), einer bestimmten Punktzahl (Lebensbänder, Gefangene anderer Gruppe einlösen…), verändern eines Zustandes (Aufbau o. Zerstörung einer Brücke, Erobern einer Burg, Verteidigen einer Insel oder eines Forts). Ein Geländespiel lebt vor allem vom Wettbewerb, d.h. es muss klar definiert sein, wer wie gewinnt und unter welchen Umständen man was erreicht.

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Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, Spielgruppenleiter, Posten oder Sondercharaktere vorher in den genauen Spielablauf einzuweihen, da Erklärungen in der großen Gruppe manchmal untergehen können und Spielregeln eindeutig definiert werden müssen, um unfaire Missverständnisse zu vermeiden.

Wenn das G-Spiel beginnt, müssen alle Spielbeteiligten entsprechend eingewiesen werden. Wo ist das Spielfeld, wo sind mögliche Gefahrenstellen, wann und wo beginnt bzw. endet das Spiel. Die Spielregeln sollten allen verständlich erklärt werden, damit jeder weiß, worum es geht und sich richtig ins Abenteuer hineinversetzen kann. Hilfreich ist, bevor man die Regeln on Detail ausklüngelt, sich den Ablauf auf Papier zu skizzieren und die verschiedenen Möglichkeiten durchdenkt (was passiert wenn… was passiert sonst…)

Die Gruppen sollten gleich groß und gleich stark eingeteilt werden. Am günstigsten ist es, Gruppen zu markieren (Farbe auf die Hand oder Stirn oder verschiedenfarbige Lebensbänder o.ä.), damit sich die Gruppen nicht auf unfairer Weise vermischen.

Die Spielleitung sollte immer den Überblick behalten, ggf. nicht selber mitspielen und das Spiel gerecht bewerten, unfaires Verhalten bestrafen oder große Gruppenunterschiede ausbalancieren (z.B. durch Sondercharaktere wie Fliegender Tod oder Böser Zauberer).

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